Lexikon

A

Anschlussmodul

Modul mit netz- und lastseitigen Anschlussklemmen.

Akkumulatorbatterie

Verband aus mehreren elektrisch miteinander verbundenen Zellen, deren Elektroden in einen flüssigen oder pastenförmigen Elektrolyten getaucht sind. Aufgrund elektrochemischer Reaktionen können die Zellen Energie speichern und abgeben.

Aktive Redundanz

Konfiguration einer USV mit mehreren parallelgeschalteten GR-WR-Zweigen gleicher Ausgangsleistung, die gemeinsam eine Last versorgen. Bei Ausfall eines Zweiges wird die Lastversorgung ohne Unterbrechung auf die übrigen Zweige umgeschaltet.

Aktives Netzfilter

Aktive Netzfilter dienen zur Verbesserung der Netzqualität. Sie kompensieren die Netzrückwirkungen aufgrund von Oberschwingungsströmen in einer elektrischen Installation und sorgen somit für eine Begrenzung der spannungs- und strombezogenen Klirrfaktoren THDU bzw. THDI (s.u.) auf einen bestimmten Prozentwert.
Das Filter analysiert kontinuierlich die vom Verbraucher aufgenommenen Oberschwingungsströme und injiziert in Echtzeit Kompensationsströme des gleichen Spektrums mit invertierter Phasenlage ins Netz. So ist der vom Netz gelieferte Strom  nur noch der, im wesentlichen sinusförmige Grundschwingungsstrom - unabhängig von den jeweiligen Betriebsbedingungen. Das aktive Netzfilter ist selbstanpassend und erlaubt die Kompensation des gesamten NF-Oberschwingungsspektrums (H2 bis H25)

Anfangsreaktanz

vgl. Subtransient-Reaktanz.

ANSI

Das American National Standards Institute (ANSI) ist die US-amerikanische Stelle zur Normung industrieller Verfahrensweisen. Traditionellerweise wird es durch wissenschaftliche Institute wie dem IEEE (Institut of Electronics and Electrical Engineers) unterstützt.

Auslastung der USV (Auslastungsgrad)

Verhältnis (in %) zwischen der Leistungsaufnahme der Verbraucher und der Ausgangsnennleistung der USV-Anlage (Sv/Sn).

Automatische Netzrückschalteinrichtung (NRE)

Automatischer Umschalter zur direkten Verbraucherversorgung aus dem Einspeisenetz. Wird über die USV gesteuerter,

Automatischer Neustart

Auch Überbrückungszeit. Ist der Zeitraum, über den die USV bei einem Netzausfall die angeschlossenen Verbraucher mit Nennleistung und der spezifizierten Spannungsqualität versorgen kann. Die Zeitspanne hängt von den verwendeten Batterien ab. Standard-Autonomiezeiten sind z.B. 10, 15 oder 30 Minuten.

ÖVE

(Österreichischer Verband für Elektrotechnik) Dieser Verband vereint Unternehmen und Institutionen sowie Experten und Interessenten aus den Bereichen Elektrotechnik und Informationstechnik. Er versteht sich als kompetente, unabhängige Plattform für seine Mitglieder und den gesamten Berufsstand.

Überbrückungszeit

vgl. Autonomiezeit.

B

Balkenanzeige

LED-Leiste am Bedienfeld zur Anzeige des Auslastungsgrads oder der Restautonomiezeit.

Batterie, geschlossen

In geschlossenen Batterien wird der Elektrolyt gelatiniert oder im mikroporösen Bereich  eingesetzt.

Batterie, offen

"Offene" Batterien enthalten flüssiges Elektroly. Dieses kann in den einzelnen Batteriezellen  über Öffnungen im Batteriegehäuse mit destilliertem und entmineralisiertem Wasser aufgefüllt werden.

Batterie, verschlossen

Batterie mit einer Gasrekombinationsrate von mindestens 95%. Während der gesamten Lebensdauer ist kein Nachfüllen von Wasser erforderlich. Wird allgemein auch als "wartungsfreie" Batterien bezeichnet.

Batterie, wartungsfrei

vgl. Batterie, verschlossen

Batterie-Leistungsschalter

Gleichstrom-Leistungsschalter für den Schutz der Batterie-Einheit einer USV-Anlage mit Tiefentladeschutz und NOT AUS-Funktion.

Batterien auf Stufengestell

Ein Gestell ermöglicht einen freien Zugang zu den Batterien. Diese Aufstellform wird meist für offene Batterien verwendet, die häufig überprüft werden müssen. Ein Stufengestell ist ein Installationssystem, bei dem die Batterien auf Isolierstoff-Stufengestellen angeordnet sind.

Batterien auf Etagen-Gestell

siehe auch Batterie auf Stufengestell.
Ein Etagen-Gestell ist ein Batterie-Installationssystem, bei dem die einzelnen Batterien auf vertikal angeordneten Isolierstoff-Gestellen oder -rahmen installiert sind. Die Räume zwischen den einzelnen Gestellen sind begehbar, um eine Überprüfung des Elektrolyt-Füllstands zu ermöglichen.

Batterietest

Interne Überprüfung der Batterie zur Feststellung des Ladezustands.

Bipolartransistor

Ein Bipolartransistor, BJT (Bipolar Junction Transistor) bezeichnet, ist ein Transistor, bei dem Ladungsträger beider Polarität (Elektronen und Defektelektronen) zur Funktion beitragen.In der Liestungselektronik wird er seit etwa 1985 für Schaltaufgaben eingesetzt. Im Vergleich zu IGBT (s.u.) stehen hier der Stromansteuerung bei hohen Leistungen relativ lange Schaltzeiten von etwa 1,5 ms bei einem Spannungsabfall in Durchlaßrichtung von 1,5 V gegenüber.

BS (British Standard)

Kurzbezeichnung britischer Normen.

C

CENELEC

Europäisches Komitee für Elektrotechnische Normung.

CLA-Hochleistungsladegerät

Ladegerät mit hoher Kapazität. Dient zur Aufladung von Batterie-Erweiterungsmodulen für sehr lange Autonomiezeiten.

cos Phi

Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung.
Verschiebungsfaktor der Grundschwingung: cos Phi = P1/S1

Cos Phi 1

An den Klemmen einer nichtlinearen Last bei Netzfrequenz gemessene Phasenverschiebung zwischen den Grundschwingungen (der 1. Harmonischen oder Oberschwingung 1. Ordnung) von Strom und Spannung.

Crestfaktor

Auch Scheitelfaktor. Beschreibt das Verhältnis zwischen Spitzenwert und Effektivwert eines Stroms (Imax/Ieff).

D

Doppelwandlerprinzip

Die Netzspannung vom Energieversorger wird permanent in der USV Anlage zunächst in Gleichspannung und anschließend wieder in eine saubere Wechselspannung  umgewandelt.

DSP

(Digitale Signal-Prozessoren) Spezielle Mikroprozessoren zur schnellen Ausführung einfacher Aufgaben. Zeichnen sich im Vergleich zu herkömmlichen Mikroprozessoren durch eine erheblich höhere Leistungsfähigkeit für Echtzeitbearbeitungen aus. I.a. programmierbar. In USV Anlagen werden sie zur internen Steuerung verwendet.

E

ECO-Mode

Eine durch den Anwender wählbare Energiesparschaltung zur Verbesserung des Wirkungsgrads von USV-Systemen.

Einschaltstrom

Strom, der unmittelbar nach dem Zuschalten elektrischer Verbraucher (Transformatoren, Motoren u.ä.) auftritt. Die Wirkung des Einschaltstroms wird durch Messung der höchsten Stromspitze und des zugehörigen Nennstroms bestimmt.

Einzelblock

vgl. USV-Einzelblock.

Einzel-Oberschwingungsgehalt

Verhältnis (in %) zwischen dem Effektivwert einer Einzelharmonischen Hn und dem Effektivwert der zugehörigen Grundschwingung.

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)

Die Fähigkeit (aktiv und passiv) eines elektrischen Betriebsmittels mit seiner Umgebung, einschließlich anderer Betriebsmittel, hinsichtlich elektromagnetischer Störbeeinflussungen zufriedenstellend zusammenzuwirken.

EN (Europäische Normung)

Kurzbezeichnung von Euronormen, die vom CENELEC (s.o.) erstellt und herausgegeben werden. Nach ihrer Annahme in den Mitgliedsländern erhalten sie Verbindlichkeitsstatus und ersetzen nationale Normen.

Erdungssystem

vgl. Netzform.

Erhaltungsladespannung

Hierbei handelt es sich um eine Gleichspannung, die an die Batterie angelegt wird, um den erforderlichen Ladezustand zu erhalten. Die Höhe der Spannung ist von mehreren Faktoren abhängig: Batterietyp,  Anzahl der Batteriezellen und  Empfehlungen des Batterieherstellers.

Ersatzstromversorgung

vgl. Hilfseinspeisung

Ethernet

Eine kabelgebundene Datennetztechnik für lokale Datennetze, die den Datenaustausch in Form von Datenrahmen zwischen allen in einem lokalen Netz angeschlossenen Geräten (Computer, Drucker und dergleichen) ermöglicht.

F
G

Gebäudeleitsystem

Dient zur Steuerung und Überwachung aller technischen Gebäudefunktionen. Bestandteile: Meßfühler, Stellglieder und speicherprogrammierbare Steuerungen, die über einen oder mehrere Leitrechner mit Hilfe einer speziellen Software gesteuert werden.

Geräuschpegel

Akustische Geräusche von Anlagen. Werden gemäß ISO 37-46 in Dezibel (dBA) gemessen.

Gesamt-Klirrfaktor

Verhältnis zwischen dem Effektivwert aller Oberschwingungen und dem Effektivwert der Grundschwingung einer periodischen Größe. In % angegeben und mit dem Kennbuchstaben D (für englisch "distorsion") bezeichnet.

Geschlossene Batterie

vgl. Batterie, geschlossen.

Gleichrichter/Ladegerät

Baugruppe einer USV-Anlage. Formt Wechselstrom aus dem Netz zu Gleichstrom um und versorgt damit Wechselrichter und Batterie. Der entnommene Wechselstrom wird nach der Gleichrichtung in zwei Anteile aufgeteilt. Einer zur Versorgung des Wechselrichters und einer zur Aufladung bzw. Erhaltungsladung der Batterie.

H

Handumgehung

Auch Revisionsumgehung. Ein handbetätigter Schalter zur Freischaltung der USV für Wartungszwecke.

Harmonische

vgl. Oberschwingung.

Haupteinspeisung

Energieversorgung, die üblicherweise ständig zur Verfügung steht. Wird gewöhnlich durch ein Energieversorgungsunternehmen bereitgestellt, gelegentlich jedoch aus einer betreibereigenen Anlage. Diese Einspeisung wird an den mit "Netz 1" bezeichneten Eingang der USV angeschlossen.

HF-Störung

Parasitärer hochfrequenter Wechselstrom, der entweder durch Leitung (elektrostatisch) oder durch Strahlung (elektromagnetisch) von einem Betriebsmittel abgegeben wird.

Hot-Swap-Batteriewechsel

Der Anwender kann die Batterien ohne Unterbrechung der angeschlossenen Verbraucher selbst austauschen.

Hilfseinspeisung (Reserve-Netz)

Diese Energieversorgung ersetzt die Haupteinspeisung (Normalnetz) bei Ausfall oder Störung3. Falls diese Einspeisung vorhanden ist, wird sie an den mit "Netz 2" bezeichneten Eingang der USV angeschlossen.

I

IEC

(International Electrotechnical Commission)
Diese Organisation befaßt sich mit der Erstellung internationaler Normen im Bereich der Elektrotechnik.

IEEE

(Institute of Electrical and Electronic Engineers)
Unterstützt die American Standard Organisation ANSI (s.o.) bei der Normungsarbeit auf dem Gebiet der Elektrotechnik und Elektronik.

IGBT

(Insulated Gate Bipolar Transistors)
MOS-gesteuerte Bipolartransistoren. Erlauben eine stromlose Ansteuerung und sehr kurze Kommutierungszeiten (300 ns) im Leistungsbereich von Bipolartransistoren. Durch den Einsatz von IGBT können die Anzahl der Bauteile einer USV verringert sowie die Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft der Anlage erhöht werden.

IK

Schutzart bei mechanischen Stöße entsprechend EN 50102.
Der IK-Code umfaßt 11 mögliche Werte von IK01 bis IK10, die in Joule ausgedrückten Energiewerten entsprechen. Der Wert wird als Ergänzung zum IP- Code angegeben.

ISO 9000

Spezielle Norm der International Organization for Standardization (ISO).
Definiert Verfahren und Systeme, die eine international anerkannte Fertigungsqualität sicherstellen. Das ISO 9000-Zertifikat gewährleistet die Einhaltung der Normen in Bezug auf die Maßnahmen der Qualitätssicherung. Die Zertifizierung wird von einer unabhängigen offiziellen Organisation durchgeführt und gilt für drei Jahre, wobei jährlich Audits und Prüfungen erfolgen.

IT-Netz

Netzform ohne direkte Verbindung zwischen aktiven Leitern und geerdeten Teilen der elektrischen Anlage. Beim Auftreten des ersten Isolationsfehlers erfolgt eine Meldung, beim zweiten Fehler (Doppel- fehler) eine Abschaltung der Installation.

J

JBUS

Kommunikationsprotokoll nach dem Standard RS485 (s.u.). Hauptmerkmale dieses Standards sind: Übertragungsrate von 38,4 Mbit/s, Kommunikation in Master-Slave-Konfiguration mit Zweipunkt- (1 Master- und 1 Slave-System) oder Mehrpunktverbindung (1 Master und max. 32 Slave-Systeme).

K

Kaltstart

Einschaltmöglichkeit einer USV Anlage ohne Vorhandensein des Einspeisenetzes. (Stromversorgung ausschließlich aus der Batterie).
Für einen sicheren Dauerbetrieb nicht empfehlenswert, weil die Batterie nur für die Dauer von Minuten genutzt werden kann.

Kurzschlussspannung eines Transformators

vgl. Relative Kurzschlussspannung (Ukx %) eines Transformators.

L

Ladegerät

Gerät zur Versorgung der Batterie mit der elektrischen Energie (Gleichstrom), die für das Wiederaufladen bzw. die Ladungserhaltung erforderlich ist. So ist bei Bedarf die spezifizierte Autonomiezeit gewährleistet.

Ladegleichrichter

vgl. Gleichrichter/Ladegerät.

Leistungsfaktor (Lamda)

Als Leistungsfaktor bezeichnet man in der Elektrotechnik das Verhältnis von Wirkleistung P in kW zur Scheinleistung S in kVA.
Bei einer linearen Last (Ohmsche bzw. Widerstandslast) ist Lambda = P / S = cos phi.
Bei einer Last ist cos phi 1 der Verschiebungsfaktor der Grundschwingung.
(Für eine Computerlast ist cos phi 1 nahezu 1, aber der Leistungsfaktor 1 beträgt ca. 0,74.)

Lineare Last

Verbraucher, bei dem die Kurvenform des Stroms der Klemmenspannung gleicht.
Eine lineare Last nimmt einen sinusförmigen Strom auf, wenn sie an ihren Eingangsklemmen mit einer sinusförmigen Spannung gespeist wird. Der Strom kann dabei im Verhältnis zur Spannung um einen Winkel Phi phasenverschoben sein. Der cos Phi ist dann das Verhältnis zwischen der Wirkleistung P in kW und der Scheinleistung S in kVA.

Line-interactive-USV

(Netz-Parallelbetrieb)
Typ eines USV-Systems, das netzabhängig arbeitet: ein Umrichter ist parallel zum Versorgungsnetz geschaltet  und gewährleistet gleichzeitig die Aufladung der Batterie  (interaktives Zusammenwirken mit dem Netz mit Umkehrbetrieb).
Kommt bei hohen Anschlußleistungen selten zum Einsatz und erlaubt keine Frequenzregelung.

M

Management-Pac (Software)

Überwachungs- und Managementsoftware für komplexe USV-Installationen. Voll SNMP-kompatibel  und speziell für Systemadministratoren entwickelt.

Mikrounterbrechung

Unterbrechung der Stromversorgung für eine Dauer von weniger als 10 ms.

MTBF

(Mean Time Between Failures)
Mathematisch berechnete Größe zur Beurteilung der Zuverlässigkeit von Betriebsmitteln. Gibt die mittlere Zeit zwischen zwei Ausfällen von wieder reparierbaren Geräten und Systemen an. Der MTBF-Wert wird in Stunden angegeben.

MTTF

(Mean Time To Failure)
= mittlere Lebensdauer. Eine mathematisch berechnete Größe, die die mittlere Zeit bis zu einem Ausfall von nicht reparierbaren Geräten und Systemen darstellt. Der MTTF-Wert wird in Stunden angegeben und ist eine wichtige Beurteilungsgröße für die Zuverlässigkeit von Betriebsmitteln.

MTTR

(Mean Time To Repair)
Mathematisch berechnete oder ggf.statistisch ermittelte Größe für die mittlere Zeitdauer, die zur Reparatur eines Systemes benötigt wird.
Die MTTR ist wichtig, um die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit eines Systems zu bestimmen und sollte möglichst klein sein.

N

Nennleistung

auch Scheinleistung. Bezeichnet die Leistung, die eine USV unter bestimmten Lastbedingungen liefern kann.

Netz 1

bezeichnet den USV-Eingang für die Haupteinspeisung (s.o.) bzw. die Haupteinspeisung selbst.

Netz 2

bezeichnet den USV-Eingang für die Reserve-Netzeinspeisung (s.o.) bzw. die Hilfseinspeisung selbst. Steht kein Reservenetz zur Verfügung, wird dieser USV-Eingang mit der Haupteinspeisung verbunden.

Netzform

Nach Art und Anzahl ihrer aktiven Leiter und nach der Art der Neutralleiterbehandlung kann man drei Netzformen unterscheiden: TN-Netz ( mit TN-S und TN-C), TT-Netz, IT-Netz.

Netzrückschalteinrichtung

vgl. statische Netzrückschalteinrichtung.

Netzversorgung

vgl. Haupteinspeisung.

Nichtlineare Last

Verbraucher, die Ströme mit starken Netzrückwirkungen verursachen. Dadurch hat  der aufgenommene Strom nicht mehr die gleiche Kurvenform  wie die Spannung. Eine nichtlineare Last nimmt einen nicht-sinusförmigen, d.h. durch Netzrückwirkungen überlagerten Strom auf (vgl. Fourier-Analyse), auch wenn an ihren Eingangsklemmen eine sinusförmige Spannung anliegt.

Niederspannungs-Schaltanlage

Einspeisepunkt, der die Leistungsverteilung unmittelbar hinter dem HS/NS-Transformator gewährleistet.

NRE

vgl. statische Netzrückschalteinrichtung.

O

Oberschwingungskompensator

vgl. aktives Netzfilter.

Offline-USV (passive Bereitschaft)

In dieser Konfiguration ist die USV parallel zum normalen Versorgungspfad installiert. So kann sie bei einem Netzausfall die Versorgung der Verbraucher übernehmen.
Diese äußerst wirtschaftliche Lösung sollte jedoch nur bei Ausgangsleistungen unter 3 kVA eingesetzt werden, da bei der Lastübergabe Unterbrechungen von bis zu 10 ms auftreten können und Einschaltvorgänge nicht ausgeregelt werden können.

Online-USV (Dauerbetrieb mit zweifacher Umformung)

In dieser Konfiguration wird die gesamte Leistung  im Normal und Batteriebetrieb über den USV-Zweig übertragen, da der Wechselrichter in Reihe zwischen Netzeinspeisung und Last geschaltet ist. Für hohe Ausgangsleistungen wird ausschließlich dieser USV-Typ eingesetzt.

P

Parallelblock

vgl. USV-Parallelblock.

Parallel-USV mit Redundanz

ist ein System aus mehreren parallel geschalteten USV-Blöcken gleicher Leistung mit zugehörigen Batterien. Bei Ausfall eines Blocks kann die Lastversorgung von einem oder  mehrere der installierten Einheiten übernommen werden. Bei einer nutzbaren USV-Leistung von n x S und n+k Einheiten ist k der Redundanzgrad der Gesamtkonfiguration.

Parallel-USV ohne Redundanz

ist ein System aus mehreren parallel geschalteten USV-Blöcken gleicher Leistung mit zugehörigen Batterien. Es dient zur Erhöhung der verfügbaren Leistung. Die Gesamtleistung entspricht der Summe der Einzelleistungen (n x S). In diesem Fall arbeitet keine der Einheiten im Redundanzbetrieb.

Phasenkompensationsfilter

Filter zur Reduzierung der Netzrückwirkung, die durch die Gleichrichter von parallelen USV-Anlagen verursachten werden. 12-, 18- oder höher-pulsige Netzrückwirkungen können somit erzielt werden.

Potentialfreie Kontakte

darunter versteht man konfigurierbare Hilfskontakte für Anwenderfunktionen.

Pulsbreitenmodulation

vgl. PWM.

PWM

(Pulse Width Modulation)
Ansteuertechnik des Wechselrichters, die mit hohen Pulsfrequenzen arbeitet und mit Hilfe eines Regelkreises eine schnelle Änderung der Pulsbreite während einer einzelnen Periode erlaubt. Dadurch bleibt die Ausgangsspannung des Wechselrichters auch bei Versorgung nichtlinearer Lasten im spezifizierten Toleranzbereich.

Q
R

Relative Kurzschlussspannung (Ukx%)

auch verkürzt als Kurzschlussspannung bezeichnet. Bei einem Transformator steht sie für  den relativen Wert zur Bestimmung der Kurzschlussimpedanz. Wird im Kurzschlussversuch ermittelt, wobei primärseitig eine Spannung angelegt wird, die in der kurzgeschlossenen Sekundärwicklung einen Nennstrom In zur Folge hat. Auf die Primärnennspannung bezogen erhält man den Wert für die relative Kurzschlussspannung (in%). Dieser beträgt für gängige Drehstromtransformatoren zwischen drei und sechs Prozent.

RS232C

(Recommended Standard 232C)
Industrienorm zur Definition der digitalen Datenkommunikation zwischen mehreren Systemen. Hauptmerkmale dieses Standards sind: synchrone und asynchrone Übertragung, Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über Zweidraht-, Vierdrahtleitungen u.ä., Übertragung über Telefonleitungen und lokale Kurzverbindungen. Die Datenübertragung nach RS232C ist mit fast allen gängigen EDV-Systemen möglich.

RS422A

(Recommended Standard 422A)
Für Umgebungen mit hoher elektromagnetischer Strahlung und Datenkommunikation über große Distanzen sind Übertragungen nach dem RS232C-Standard nicht ausreichend. Hier definiert die Norm RS422A eine leistungsfähigere Übertragung mit Spannungsausgleich. Diese Übertragung ermöglicht zudem  Mehrpunktverbindungen mit bis zu 10 Teilnehmern (1 Sender, max. 10 Empfänger).

RS485

(Recommended Standard 485)
Diese Norm ist dem RS422A-Standard sehr ähnlich, ermöglicht jedoch mehr Verbindungen. So können mit RS485 bis zu 32 Sender mit ebenso vielen Empfängern kommunizieren. Dieser Übertragungsstandard wurde speziell für lokale Netzwerke konzipiert.

S

Scheitelfaktor

vgl. Crestfaktor.

Schutzart (IP)

Die Schutzart gibt an welche Maßnahmen an den Gehäusen von elektrischen Betriebsmitteln getroffen wurden, um den Berührungsschutz sowie den Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Flüssigkeiten sicherzustellen. Sie wird gemäß IEC/EN 60529 mit den Buchstaben IP (International Protection) sowie drei Ziffern angegeben (z.B. IP 205). Jede Zahl steht für einen bestimmten Schutz gegen  Einwirkungen von außen. Je höhere die Zahl desto höher der Schutz.
Erste Ziffer (0 - 6): Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern
Zweite Ziffer (0 - 7): Schutz gegen das Eindringen von Flüssigkeiten
Dritte Ziffer (0, 1, 2, 3, 5, 7, 9): mechanische Festigkeit.

Selektivität

Selektivität zwischen zwei oder mehr in Reihe geschalteten Schaltgeräten ist vorhanden, wenn bei einem Kurzschluss oder einem Überstrom nur das Gerät, das schalten soll, auch tatsächlich schaltet.

Sequentielle Redundanz

Grundlage ist eine USV-Konfiguration mit einem oder mehreren GR-WR-Zweigen, die im Standby-Betrieb arbeiten und daher nicht oder nur teilweise an der Lastversorgung beteiligt sind. Bei Ausfall eines aktiven Zweiges kann die Lastversorgung mittels  elektronischem Umschalter unterbrechungsfrei an die Standby-Zweige übergeben werden.

Sicherheitsstromversorgung

Nach geltenden Sicherheitsbestimmungen als kritisch eingestufte Stromversorgung für Verbraucher. Darf nicht durch einen Netzausfall beeinträchtigt werden und ist in der Regel unabhängig von anderen Spannungsquellen.

SNMP

Das SNMP-Protokoll (Simple Network Management Protocol) steuert den Datenaustausch zwischen Rechnernetzen nach dem Ethernet-Standard. Die USV-Softwarepakete enthalten einen SNMP-Agent für den Anschluß an ein Ethernet-Netz.

Solution-Pac

Hierbei handelt es sich um eine USV-Software mit integriertem SNMP-Agent zum automatischen Shutdown von Anwendungen vor Ablauf der Batterie-Autonomiezeit.

Standby-Redundanz

vgl. Sequentielle Redundanz.

Statische Netzrückschalteinrichtung

(NRE)
Betriebsmittel der Leistungselektronik. Ermöglicht eine unterbrechungsfreie Lastübergabe von einer Stromversorgung auf eine andere. Bei USV-Anlagen gewährleistet sie die Umschaltung vom Normalnetz (Netz 1) auf das Reserve-Netz (Netz 2) bzw. umgekehrt. Da der Schaltvorgang nicht mit Hilfe mechanischer Teile, sondern durch Thyristor-Schalter mit extrem schnellem Schaltverhalten ausgeführt wird, ist eine unterbrechungsfreie Umschaltung der Stromversorgung möglich

Sleep-Modus

Abschaltung der USV Anlage im Batteriebetrieb, wenn verbraucherseitig keine Leistungs- entnahme erfolgt oder unter einen bestimmten Wert sinkt. Gillt nur für bestimmte USV-Geräte.

Spannungsschwellwerte für NRE-Umschaltung bei interner USV-Störung oder Überlast

Spannungsgrenzwerte (Min./Max.) für die automatische Umschaltung auf NRE bei interner USV-Störung oder Überlast.

Statisches Transfersystem

(STS)
Elektronischer Netzumschalter, der einen automatisch oder manuellen, unterbrechungsfreien dreiphasigen Lasttransfer von einer Normaleinspeisung (Netz 1) auf eine Ersatzeinspeisung (Netz 2) bzw. umgekehrt erlaubt. Bei Ausfall der aktiven Einspeisung erfolgt der Lasttransfer automatisch. Für alle Arten von Spannungsquellen geeignet. Erlaubt einen vollkommen symmetrischen Betrieb, d.h. die Rangfolge der beiden Einspeisungen kann frei gewählt und jederzeit geändert werden.

Strom-Oberschwingung

auch Oberschwingungsstrom.
Jeder Wechselstrom, der nicht exakt sinusförmig verläuft, besteht aus einer Grundschwingung und einer bestimmten Anzahl von Strom-Oberschwingungen. Diese bewirken eine Verzerrung des sinusförmigen Verlaufs.

Subtransient-Reaktanz

auch Anfangs- oder Subtransient-Längsreaktanz.
Reaktanz, die bei einem Kurzschluss in einem Wechselstromgenerator einer Netzersatzanlage wirkt. Wird als X''d bezeichnet und, bezogen auf die Maschinen-Nennimpedanz, in Prozent angegeben. Für gängige Generatoren liegt dieser Wert zwischen 15 und 20 %, für optimierte Systeme bei 12% und für Spezialmaschinen bei 6%.

T

THDI

(Total Harmonic Distorsion, I für Strom)
dt.: Gesamt-Strom-Klirrfaktor; bezeichnet das Verhältnis (in %) zwischen dem Effektivwert der Strom-Oberschwingungen und dem Effektivwert der zugehörigen Grundschwingung.

THDU

(Total Harmonic Distorsion)
dt.: Gesamt-Spannungs-Klirrfaktor

Thyristor

Halbleiter-Bauelement der Leistungselektronik. Für Schaltvorgänge bei Spannungen bis zu 6000 V und Strömen von bis zu mehreren 1000A eingesetzt. Zur Zündung wird lediglich ein schwacher Stromimplus benötigt. Für seine erneute Sperrung muß jedoch der gesamte Anodenstrom gelöscht werden. Thyristoren sind verhältnismäßig große, aber kostengünstige und zuverlässige Bauteile.

TN-Netz (TN-S und TN-C)

Netzform mit einem direkt geerdeten Punkt (Betriebserder). Die Körper der elektrischen Anlage sind über Schutzleiter bzw. über PEN-Leiter mit diesem Punkt verbunden. Bei einem Isolationsfehler muss die Installation sofort abgeschaltet werden.

Toleranz

Zulässige Abweichungen vom Nennwert einer Kenngröße.
Wird in Prozent angegeben.

TT-Netz

Netzform mit einem direkt geerdeten Punkt (Betriebserder). Die Körper der elektrischen Anlage sind mit Erdern verbunden, die vom Betriebserder getrennt sind. Bei einem Isolationsfehler muß die Installation sofort abgeschaltet werden.

U

UL

(Underwriters Laboratories)
Nichtstaatliche, nichtkommerzielle Organisation in den USA die technische Zertifizierungen durchführt. Produkte, die diese Zertifizierung erhalten haben, dürfen das UL-Zeichen führen.
Mitglieder sind öffentliche Institutionen, Verbraucherschutzverbände, Exportinstitute, Universitäten und mehr.

Umkehrstufe

Unterbaugruppe des Wechselrichters einer USV-Anlage. Formt die vom Gleichrichter oder der Batterie gelieferte Gleichspannung in eine Rechteck-Wechselspannung um.

UPS

(Uninterruptible Power Supply)
Englische Bezeichnung für USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung).

USV

(Unterbrechungsfreie Stromversorgung)
Elektrische Anlage, die zwischen Einspeisenetz und empfindlichen Verbraucher (EDV-Anlagen, Meß- und Überwachungssysteme usw.) geschaltet wird.
Liefert eine unterbrechungs- und störungsfreie Sinus-Wechselspannung innerhalb eng spezifizierter Spannungs- und Frequenztoleranzen.
Hauptkomponenten einer USV: Gleichrichter/Ladegerät,  Wechselrichter, Batterie zur Übernahme der Lastversorgung bei Netzausfall, statische Netzrückschalteinrichtung (NRE), die bei Bedarf eine unterbrechungsfreie Umschaltung der Last auf das Reserve-Netz erlaubt.

USV-Einzelblock

USV-Einheit mit Gleichrichter/Ladegerät, Wechselrichter, NRE und Batterie. Kann mit anderen identischen Blöcken zu einer Parallelkonfiguration ohne zentrale Netzrückschalteinrichtung zusammengeschaltet oder auch unabhängig betrieben werden.

USV-Parallelblock

im Aufbau ähnlich dem Einzelblock. Ist eine USV-Einheit mit Gleichrichter/Ladegerät, Wechselrichter und Batterie. Dient zur Bildung einer USV-Parallelkonfiguration aus mehreren identischen Blöcken und einer zentralen Netzrückschalteinrichtung in einem separaten Gehäuse.

UTE

(Union Technique de l’Electricité)
Französische Normungsorganisation auf dem Gebiet der Elektrotechnik.

V

VDE

(Verband Deutscher Elektrotechniker)
Gibt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Normung (DIN) Normen und Richtlinien für den Bereich der Elektrotechnik heraus.

Verbraucherleistung

Scheinleistung, die unter den jeweiligen Lastbedingungen von der
USV abgegeben wird. Kleiner als die USV-Nennleistung.

Verschlossene Batterie

vgl. Batterie, verschlossen.

Verzerrungsfaktor

vgl. Grundschwingungsgehalt, Klirrfaktor.

W

Wartungsfreie Batterie

vgl. Batterie, verschlossen.

Wechselrichter

Unterbaugruppe einer USV-Anlage. Formt die vom Gleichrichter oder der Batterie gelieferte Gleichspannung unterbrechungsfrei in eine quasisinusförmige, geregelte Wechselspannung um. Weitere Hauptkomponenten des Wechselrichters sind das elektronische Regelsystem sowie ein Ausgangsfilter.

X
Y

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